Holz reduziert Stress und bietet eine gesunde Wohnatmosphäre

Zur positiven Wirkung von Holz finden Sie online folgende Artikel:

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„Holz hat eine psychologische Wirkung auf den Menschen und vermindert den Stress in ähnlicher Weise wie die Natur“, erzählt Ph. D. Marjut Wallenius, die als Dozentin der Universität Tampere tätig ist.  Die Verwendung von Holz fördert die Gesundheit und das Wohlbefinden für Körper und Geist.

 

Laut norwegischen, japanischen, kanadischen und österreichischen Studien hat Holz auch auf die Stimmung des Menschen einen positiven Einfluss. Eine Raumausstattung aus Holz senkt den Blutdruck und den Puls, und hat somit eine beruhigende Wirkung. „Da wir die Eigenschaften von Holz gut kennen, wäre es nun an der Zeit, ein fachübergreifendes wissenschaftliches Forschungsprojekt über die psychologischen und physiologischen Wirkungen des Holzes durchzuführen“, schlägt Dr. Wallenius vor.

 

Welches sind denn nun die Eigenschaften von Holz, die als Baumaterial eine Wirkung auf die Menschen haben? „Holzoberflächen tragen dazu bei, dass Innenräume als warm, gemütlich und beruhigend empfunden werden. Bei diesen Eigenschaften übertrifft Holz alle anderen üblichen Oberflächenmaterialien“, antwortet Dr. Wallenius und weist auf bereits durchgeführten internationalen Studien hin.

 

Die Antwort auf die Frage, welches Material für Menschen gut ist, hat man dadurch untersucht, wie Menschen das Material empfinden. Wichtig dabei ist auch, welche physiologische und psychologische Wirkungen durch diese Empfindungen sichtbar werden.  „Eine wichtige Rolle spielt dabei die Natürlichkeit, die neben Holz auch für alle anderen natürlichen Materialien wie Stein, Leinen und Seide gilt. Die Natürlichkeit und der natürliche Ursprung des Holzes sind höchstwahrscheinlich die Gründe, warum das Holz als warmes und behagliches Baumaterial empfunden wird“, beschreibt Dr. Wallenius.

 

Die Studien belegten, dass das Berühren einer Holzoberfläche Menschen das Gefühl der Geborgenheit und Natürlichkeit vermittelt. „Besonders interessant ist, dass die Berührung der Holzoberfläche nicht nur vom Empfinden her sondern auch physiologisch gesehen sanfter als bei anderen Materialien ist“, bringt Dr. Wallenius auf den Punkt.

 

Das Berühren von z. B. raumwarmem Aluminium, kühlem Plastik und rostfreiem Stahl verursachte in einer Studie Stressreaktionen im Körper, was sich in einer Erhöhung des Blutdruckes zeigte. Das Berühren einer Holzoberfläche dagegen rief eine solche Reaktion nicht hervor.  Bei einem Vergleich von unterschiedlichen Arbeitsräumen war der Stressspiegel – gemessen an der elektrischen Leitfähigkeit der Haut – in einem Arbeitszimmer am niedrigsten, dessen Möbel aus Holz hergestellt waren. Eine vergleichbare Wirkung konnte nicht einmal durch weiß möblierten Räumen mit Pflanzen erreicht werden.


Forschungsergebnisse als Ansporn für neue Innovationen in der Holzproduktbranche

 

Das Ziel der Forschungsarbeit ist laut Dr. Wallenius die Ergebnisse in die Praxis umzusetzen und Nutzen für die Unternehmen z. B. im Marketing darzustellen. „Das würde für die holzverarbeitende Industrie komplett neue Dimensionen eröffnen. Die Leiter der Unternehmen müssen jedoch den Mut für Innovationen haben. Zudem müssen die Barrieren zwischen technischen Wissenschaften und Humanwissenschaften aufgehoben werden“, betont sie.

 

 „Weitere solche Studien sind auch deshalb wichtig, weil der Innenraumluft in öffentlichen Räumlichkeiten und Wohngebäuden immer größere Bedeutung zukommt. Durch Verwendung von Holz kann neben der Raumluft und der Akustik auch die Stimmung eines Raumes, der Gemütszustand der Anwesenden, sowie das physiologische Stressniveau beeinflusst werden.“

 

Sie erklärt, dass der Mensch eine psychophysische Einheit ist, was bedeutet, dass die psychologische Erfahrung eine Auswirkung auf die Physiologie der Menschen hat. „Die gesundheitsfördernde Wirkung beruht darauf, dass die psychische Erfahrung die physiologische Reaktion beeinflusst.  Da die psychologischen und physiologischen Auswirkungen von Holz nicht voneinander getrennt werden können, ist es wichtig, die psychophysische Auswirkungen bei der Verwendung von Holz zu beobachten.“

 

Körper und Seele bilden eine Einheit. Die Gemütsbewegungen von Menschen wie z. B. die Stimmung zeigen sich durch Veränderungen im Körper. So geht es beispielsweise bei Stress nicht nur um ein Empfinden, sondern es treten dabei eine Reihe von physiologischen und kognitiven Prozessen auf. Die Messungen über den Zustand des vegetativen Nervensystems wie zum Beispiel die Messung der Herzratenvariabilität können das Gleichgewicht des Organismus noch genauer darstellen.

 

„Anhand der bisherigen Studien kann festgestellt werden, dass Holz eine stressmindernde und somit eine beruhigende Wirkung hat. Dies beruht vermutlich auf das positive Gefühlserlebnis wie z. B. Naturnähe, Wärme, Gemütlichkeit und die beruhigende Wirkung, die Holz verursacht“, erklärt Dr. Wallenius.

 

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